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VHS Baumholder besuchte Flandern

Reisegruppe aus Belgien zurück

 

 

Als „Famoses Städte-Quartett in Flandern“ wurde die Studienreise der VHS Baumholder angeboten, die 25 Reisende unternahmen. Schnell wurde klar, dass die Wirklichkeit noch beeindruckender war. Die Region Flandern, der nördliche Teil Belgiens, birgt eine Fülle an Kulturschätzen.

Als erstes bekamen die Reisenden einen Eindruck von Leuven. Die Stadt ist nicht nur älteste  Universitätsstadt der damaligen Niederlande, sie beherbergt auch heute als hervorragende Universität mit Studenten aus allen Ländern der Welt, was buntes Leben in die Stadt bringt. Der Rundgang der Reisegruppe begann im ältesten botanischen Garten Belgiens, der bereits 1738 als Kräutergarten für die Medizinstudenten angelegt wurde.  Eine prächtige Anlage mit bekannten und unbekannten Pflanzen veranlasste die Besucher,  erste Fotos zu machen. Ein kleines rundes unscheinbares Gebäude, das früher der Seziersaal der medizinischen Fakultät war, rief Erstaunen hervor. Einer der größten noch bestehenden Beginenhöfe in Flandern aus dem 16. Jahrhundert  ist heute UNESCO-Weltkulturerbe und dient als Studentenwohnung und Universitätsanlage. Mit dem Blick auf das spätgotische Rathaus mit seinen zahlreichenStatuen in der Fassade endete der Rundgang in Leuven.

Die nächste Etappe war die Diamantenhauptstadt Antwerpen mit dem zweitgrößten Hafen Europas. In gemeinsamer Stadtführung wurden der ungewöhnliche Bahnhof, der eher an eine Kathedrale erinnert und den früheren Reichtum der Stadt widerspiegelt, der historische Stadtkern mit der Liebfrauenkirche mit vielen berühmten Rubensbildern und dem Großem Markt mit seinen Gildehäusern und dem Rathaus aus der Hochrenaissance, der Brabobrunnen, der die Legende der Namensgebung der Stadt darstellt und vieles mehr besichtigt. Am Nachmittag besuchten manche das Rubenshaus, andere die Liebfrauenkirche bzw. schlenderten durch die Altstadt oder genossen in einem der unzähligen gemütlichen Cafés eine Waffel oder eine typisch belgische Bierspezialität.

Völlig in eine andere Zeit versetzt fühlte sich die Gruppe beim Besuch von Brügge. Der gesamte mittelalterliche von Kanälen durchzogene Stadtkern ist Weltkulturerbe der UNESCO. Verschiedene eindrucksvolle Sakralbauten wie auch eine alte Brauerei oder der Marktplatz mit seinen Gildehäusern und dem 122m hohen Belfried versetzten die Besucher in Erstaunen.

Das historische Gent erlebte man zu einem großen Teil bei einer Bootsfahrt vom Wasser aus.  Die drittgrößte Stadt Belgiens steht als alte Kaufmannsstadt auch heute noch in der Tradition des Handels. Der mittelalterliche Stadtkern mit seinen vielen Märkten, dem Belfried, der Tuchhalle und den Kirchen ist nahezu unversehrt erhalten. Die St. Bavo Kathedrale beherbergt das bedeutendste Kunstwerk Flanderns, den Genter Altar der  Brüder van Eyck aus dem Jahr 1432. Die Wasserburg Burg Gravensteen dient als Museum für mittelalterliche Waffen und Folterinstrumente.

Den Abschluss der Reise bildete die Landeshauptstadt Brüssel, zugleich Sitz der EU und Hauptquartier der NATO.  Zu Fuß ging es durch die historische Altstadt mit ihren verwinkelten malerischen Gassen und dem barock-üppigen Marktplatz, der mit seinem gotischen Rathaus zu den schönsten Plätzen der Welt zählt. Ganz in der Nähe amüsierten sich alle am Manneken Pis, einem der  berühmten Wahrzeichen der Stadt, das an diesem Tag ein historisches Trikot des RSC Anderlecht trug. Die Größe der Millionenstadt machte es erforderlich, dass die weitere Besichtigung mit dem Bus vorgenommen wurde. Königspalast, Cathédrale Saint Michel und viele weiter sehenswerte Gebäude lagen auf dem Weg zum bekanntesten Wahrzeichen Brüssels, dem Atomium. Gebaut zur Weltausstellung 1958 stellt es mit 102m Höhe die Vergrößerung eines Eisenmoleküls dar. Hier endete der Aufenthalt in Belgien und die Reisegruppe machte sich mit vielen neuen Eindrücken und  schönen Erinnerungen auf den Heimweg.