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Usbekistan

 eine Reise in ein Märchen aus 1001 Nacht

 


Usbekekistan Samarkand Gräberstadt Schah-i-Sinda

Eine interessante Reise nach Usbekistan, mit seinen alten Seidenstraßenzentren der Inbegriff orientalischen Zaubers, unternahm eine Reisegruppe der Volkshochschule Baumholder mit 24 Teilnehmern unter der Leitung von Jürgen Müller.

Am 29.04.2019 ging der Linienflug von Frankfurt nach Taschkent, wo man nach 6-stündigem Flug, aber durch die Zeitverschiebung erst um 21 Uhr landete. Der nächste Tag war ausgefüllt mit der Besichtigung von 2 Medressen (Koranschulen) eines Mausoleums, der alten Bibliothek und dem Museum für angewandte Kunst. Daneben stand noch der Besuch eines Bazars und eine Fahrt mit der Taschkenter Metro auf dem Programm. Hier war vor allem die künstlerische Gestaltung und die Sauberkeit der einzelnen Stationen beeindruckend. Am späten Nachmittag erfolgte ein Inlandsflug nach Urgench mit anschließendem Transfer zum Hotel in der Oasenstadt Chiwa. Hier wurde am nächsten Tag die schon seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt mit insgesamt 51 historischen Großbauten besichtigt. Der Abend klang aus mit einem Essen im Palast Toza Bog. Der nächste Tag war geprägt von einem Ausflug in die Wüste mit der Besichtigung der Festung Ayaz Kala und der Stadtruine Toprak Kala. Die Mittagspause wurde für ein Picknick in einer Jurte genutzt. In Chiwa zurück wurde vor dem Abendessen in einer Medresse noch ein Palast besichtigt.

 Ein weiterer Inlandsflug brachte die Gruppe am nächsten Tag von Urgench nach Buchara, wo die Altstadt als vollständigstes und unberührtestes Beispiel einer mittelalterlichen zentralasiatischen Stadt gilt, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Bei den vielen Besichtigungen gefiel besonders der Komplex Poikalon mit Moschee, Minarett und Medresse. Vor dem Abendessen wurde noch eine Folkloredarbietung besucht. Der nächste Tag bot neben vielen Besichtigungen u. a. der Ark Festung eine Teeverkostung in einer wie ein Museum anmutenden Teestube.

Am nächsten Morgen ging die Reise per Bus weiter. Über teilweise recht abenteuerliche Straßen erreichte man gegen Mittag Shahrizabs die Heimatstadt des großen Amir Timur wo man sich natürlich neben einigen anderen Sehenswürdigkeiten das Denkmal und die Ruinen des Palasts von Timur anschaute. Auch das historische Zentrum von Shahrizabs gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Weiter ging die Fahrt nach Samarkand wo man am Abend eintraf.

Samarkand eine der ältesten Städte Zentralasiens,  ist seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe. In der Altstadt zeugen eindrucksvolle Monumentalbauten von ihrer einstigen Bedeutung als Handelszentrum an der Seidenstraße. Von den vielen Bauten hervorzuheben sind die Bibi-Chanum-Moschee mit Mausoleum, das Mausoleum Chah-e-Sende (Gräberstadt Schah-i-Sinda) und als absoluter Höhepunkt der Registan-Platz, der mit seinen drei flankierenden Medressen das Wahrzeichen Samarkands ist. Natürlich hat Samarkand noch mehr zu bieten als historische Gebäude. So wurde zum Beispiel eine Papierfabrik, in der wie vor Hunderten von Jahren nach traditionellem Verfahren handgeschöpftes Papier aus Maulbeerbaumrinde hergestellt wird, besichtigt. Nach einer Weinprobe im Weinkeller Chovrenko folgte ein mehrgängiges Abendessen mit u.a. dem usbekischen Nationalgericht Plov (Eintopf aus Reis, Fleisch, Karotten und Zwiebeln) bei einer usbekischen Familie.

Am vorletzten Tag ging es mit dem Bus von Samarkand zurück nach Taschkent, wo noch der Unabhängigkeitsplatz und der Amir-Timur-Platz besucht wurden. Nach einer kurzen Nacht, Abfahrt zum Flughafen Taschkent war bereits um 3 Uhr, hieß es Abschied nehmen von Usbekistan und eine erlebnisreiche Reise ging ihrem Ende zu.