" Der große Gatsby "

Ein kapitalistisches Märchen über große Träume

USA, 1920er Jahre: Die Wirtschaft boomt, das Gangstertum floriert und die Menschen feiern das exzessive Amüsement, wenn auch auf brüchigem Grund. Der junge Nick Carraway hat einen Traum: Er will seinen Marktwert steigern – als Mensch und als Mann! Er mietet ein Häuschen auf Long Island und versucht, im nahen New York als Broker durchzustarten. Auch sein geheimnisvoller Nachbar Jay Gatsby träumt groß. Jedes Wochenende schmeißt er in seiner Luxusvilla rauschende Partys für die Upper Class – doch kaum jemand bekommt den Gastgeber je zu Gesicht. Wer ist dieser sagenumwobene Superreiche? Wie kam er zu seinem Vermögen und was steckt hinter den Gerüchten über Alkoholschmuggel und Mord?

Der Nobody Nick ist verblüfft, als er eines Tages zu einer der legendären Partys eingeladen wird – erkennt jedoch bald den Grund. Vor Jahren verliebte sich Gatsby unsterblich in Nicks Cousine Daisy, ein Flapper-Girl der High Society. Sie erwiderte seine Liebe zwar, doch da er damals noch arm war und zum Kriegsdienst eingezogen wurde, heiratete sie den steinreichen Tom Buchanan. Nun will Gatsby seine Jugendliebe als gemachter Selfmade-Mogul zurückgewinnen. Nick soll ein Treffen mit Daisy arrangieren, die von ihrem brutalen Mann schon lange betrogen wird. Als sich Gatsbys Traum zu erfüllen scheint, nimmt die Geschichte eine tragische Wende.

F. Scott Fitzgeralds 1925 erschienener Kultroman zeichnet das Porträt einer Gesellschaft, in der nur der Reichtum und der Status zählen und alle moralischen Werte dem Götzen Geld geopfert werden. Die Themen des Romans wehen 100 Jahre später wie ein Echo in unsere krisengeschüttelte Gegenwart herüber. Regisseurin Yvonne Kespohl bringt den brandaktuellen Weltbestseller mit viel Glamour auf die Bühne.